Institut für Architekturgeschichte
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Bachelor

 

SS 2017

Vorlesung

Architekturgeschichte | Prof. Dr. phil. habil. Klaus Jan Philipp
donnerstags, 9:45 – 11:15 Uhr
1. Termin: 13.04.17
Breitscheidstraße 2, Hörsaalprovisorium 2.02

Seminare

beten und arbeiten
Denkmalpflege
Architektur der Gotik
Das Nationaldenkmal
      

beten und arbeiten

Die Klöster der Benediktiner, Zisterzienser, der Bettelorden und anderer Orden sind seit dem Mittelalter Ausdruck von Glaube und Kultur im Abendland. Sie sind Träger von Lebens-und Geisteshaltungen, die ihren hohen Anspruch in oft riesigen baulichen Anlagen zum Ausdruck brachten. Jedes einzelne Kloster versinnbildlicht in ihren Bauprogrammen die Überzeugung Abbild des himmlischen Gottesstaates zu sein und die Regelhaftigkeit des eigenen monastischen Lebens. Auf den Bau den Kirchen wurde immer der höchste Gestaltungsaufwand verwendet, daneben bilden die Kreuzgänge mit den angrenzenden Klausurgebäuden das Zentrum der jeweiligen Anlagen.
Das Seminar nähert sich der großen Kulturleistung dieser Orte vor der Säkularisation mit ihrer weitgehenden Auflösung und Zerstörung im 19. Jahrhundert an.
Es untersucht exemplarisch insbesondere Entstehung, Bauprogramme und architektonische Besonderheiten der einzelnen Klosteranlagen, in abgelegenen Landschaften und in Städten.
Kleinere Exkursionen nach Maulbronn, Schwäbisch Hall, Esslingen, Neresheim, ggfls. Bronnbach sind geplant. Die Termine werden bekanntgegeben.

 
dienstags, 9:45 – 13 Uhr
1. Termin: 11.04.17
K1, 5.17

Lehrperson Dietlinde Schmitt-Vollmer
Bachelor 22671 + 22681 (PO 2009) 49271 (PO 2013)
Master 47971 oder 47981

  
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Denkmalpflege

Was ist warum ein Denkmal? Und warum gehen wir wie damit um? Wieso ist Denkmalpflege eine staatliche Aufgabe? Was sind ihre Ziele, was können wir von ihr erwarten? Was hat das mit uns zu tun? – und wie funktioniert das eigentlich: Denkmale pflegen? Wie bereiten wir als Architekten eine Maßnahme vor, welche Besonderheiten sind zu berücksichtigen?
Diesen und weiteren Fragen nähern wir uns im Seminar von verschiedenen Seiten. Es geht um die Entwicklung des Denkmalbegriffs, um wichtige Manifeste der Denkmalpflege, aber auch um rechtliche und organisatorische Themen. Das Erkennen eines Gebäudes in seiner Konstruktion, Funktion und Bedeutung ist der ideale Ausgangspunkt für den Architekten, um es zu reparieren oder umzubauen. Welche Methoden gibt es dafür? Welche besonderen Genehmigungen sind zu beachten, welche Fördermittel gibt es? Viele Fragen rund um die Denkmalpflege werden gemeinsam erarbeitet und besprochen.

Endabgabe: 01.09.17

 
montags, 15:45 – 18:30 Uhr
1. Termin: 10.04.17
K1, 5.17

Lehrpersonen Stefan King, Ulrike Plate, Stefan Uhl
Bachelor 22811 + 22671 (PO 2009) 49281 (PO 2013)
Master 47971 oder 47981

  
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Architektur der Gotik

Das Seminar beschäftigt sich mit der Geschichte der Architektur der Gotik in Frankreich und Deutschland. Noch immer faszinieren die großen Kirchenbauten des Mittelalters, die in sehr vielen Städten bis heute den Mittelpunkt der Stadt bilden. Seit dem 12. Jahrhundert entwickelte sich eine Bauweise, bei der die Konstruktion im Vordergrund des Denkens der Architekten stand. Es begann eine Entwicklung, die zu immer größeren und höheren Bauten und Türmen führte. Bautechnik und -konstruktion wurden ständig optimiert und ermöglichten hochaufragende, lichtdurchflutete Bauten, die scheinbar immateriell nur noch aus farbigem Licht zu bestehen scheinen. Im Spätmittelalter ist dann zu beobachten, wie die sich die Ästhetik der Bauten beruhigt und nicht mehr steile Proportionen gesucht werden, sondern eher horizontal lagernde. Behandelt werden Typologie und Entwicklungsgeschichte ausgewählter Bauten in Frankreich und Deutschland. Weitere Themen sind Bauzeichnungen, Baustellenlogistik, Konstruktion und liturgische Ausstattung.
Tagesexkursionen führen uns zu herausragenden gotischen Bauten in der näheren Umgebung. In der Pfingstwoche ist eine mehrtägige Exkursion geplant.

Literaturhinweis: Dieter Kimpel und Robert Suckale, Die gotische Architektur in Frankreich 1130-1270, München 1985

Endabgabe: 29.09.17

 
donnerstags, 14 – 17:15 Uhr
1. Termin: 13.04.17
K1, 5.17

Lehrperson Klaus Jan Philipp
Bachelor 22671 + 22681 (PO 2009) 49251 oder 49271 (PO 2013)
Master 47971 oder 47981

  
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Das Nationaldenkmal

Am 25. Januar 2017 sprach sich der Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags erneut für die Errichtung eines neuen Freiheits- und Einheitsdenkmals auf dem Standort des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Denkmals vor dem Berliner Schloss aus: Selbstverständlich benötige auch Berlin ein derartiges zentrales Denkmal, an dem an die Entstehung und Bedeutung des jungen Deutschen Staates erinnert werden kann. Das Fehlen eines modernen Monumentes wird als Defizit betrachtet.
Auf der anderen Seite werden verschiedentlich historische Denkmäler medial für aktuelle politische Aussagen instrumentalisiert.
Das Seminar befasst sich aus historischer, architektonischer und auch städtebaulicher Sicht mit symbolbeladenen Projekten und Monumenten, die vor allem im 19. Jahrhundert durch nationalistische und nationalromantische Ideen ins Leben gerufen wurden und deren ursprüngliche Aussage heute immer wieder neu hinterfragt oder erinnert werden muss.
Das Spektrum umfasst deutsche, wie auch internationale Beispiele.
Kleinere Exkursionen sind vorgesehen, die Termine werden am 24. 04. in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

 
montags, 9:45 – 13 Uhr
1. Termin: 24.04.17
K1, 5.17

Lehrperson Dietlinde Schmitt-Vollmer
Bachelor 22671 + 22681 (PO 2009) 49271 (PO 2013)
Master 47971 oder 47981

  
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Fakultät 1: Architektur und Stadtplanung