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Institut für Architekturgeschichte (ifag)

Wir verstehen Architekturgeschichte als Grundlage für den architektonischen Entwurf.

Im Vordergrund der Lehre und Forschung des Instituts steht Architektur als materielle Kultur in historischer Dimension. Dabei gilt das Augenmerk nicht nur dem Gebauten selbst, sondern auch allen medialen Vermittlungsinstrumenten von Architektur, also der Architekturzeichnung, der Fotografie, dem Modell und den neuen Medien. Vermittelt werden historische Grundkenntnisse der Bau- und Stadtbaugeschichte von der Antike bis zur Postmoderne. Bauwerke und Städte werden dabei als Artefakte verstanden, die sowohl ein ästhetisches Eigenleben haben als auch durch verschiedenste Einflüsse geprägt sind. Die gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, soziokulturellen, materiellen und technischen Bedingungen, denen Architektur und Städtebau unterliegen, werden als Größen verstanden, die sich in Architektur und Städtebau sowohl widerspiegeln als auch wieder auf die gebaute Umwelt rückwirken. Aufgabe des Faches ist es, diese Prozesse am historischen Beispiel vor Augen zu führen.

Aktuell

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In diesem Sommer beleuchtete die Vortragsreihe „ifag um sieben“ Theodor Fischer und die Stuttgarter Schule. 

Vorlesung Architekturgeschichte

Die 2-semestrige Vorlesung bietet eine Einführung in die europäische Architekturgeschichte von der Antike bis ins 19. Jahrhundert.

dienstags, 17:30 -19 Uhr
1. Termin: 06.11.18
K2, Hörsaal 17.01
Prüfungsnummer: 49041

Lehrperson: 

Klaus Jan Philipp

 

Geschichte der Bauausstellungen

Im Jahr 2027 findet in Stuttgart eine internationale Bauausstellung „IBA RegionStuttgart“ statt. 100 Jahre nach der ersten Internationalen Bauausstellung auf dem Weissenhof in Stuttgart sollen wieder internationale innovative Architektinnen und Architekten in Stuttgart und Umgebung weit ausstrahlende neue Ideen setzen und bauen. Die IBA-GmbH besteht seit Frühjahr 2018 und setzt nun den IBA-Prozeß in Gang. Dies ist der Anlaß für das Seminar „Geschichte der Bauausstellungen“

Die Geschichte der Bauausstellungen beginnt im späten 19. Jahrhundert, als die Nationalstaaten auf Weltausstellungen sich in Gebäuden präsentierten, die typisch für den jeweiligen Staat stehen sollten.
Um 1900 verselbständigte sich das Format der Bauausstellungen. Auf der Mathildenhöhe in Darmstadt wurde die erste auf Dauer angelegte Bauausstellung ausgerichtet. Seither folgten viele Ausstellungen auf der ganzen Welt. Teils handelt es sich um temporäre Ausstellungen, deren Häuser nach der Ausstellung wieder abgetragen wurden. Teils blieben die Häuser - wie auf dem Weissenhof - stehen. Ausgestellt wurden jeweils innovative Projekte, die den Stand der Bauindustrie dokumentierten und Wege in die Zukunft des Bauens weisen sollten. Zugleich repräsentierten sich internationale Architekten, die ihr Werk der Kritik bekannt machten. Diese Ausstellungen erfreuten sich beim Publikum höchsten Interesses, weil nicht nur über Bauen und Wohnen reflektiert wurde, sondern die Ausstellungen auch als Ausdruck von weltanschaulichen Statements genutzt wurden. So hatte etwa die Interbau 1957 (Hansa-Viertel) in Berlin das Ziel, eine moderne „westliche“ Architektur der Architektur des Ostblocks entgegenzustellen.
Das Seminar will die Geschichte von Bauausstellungen vom späten 19. bis ins frühe 21. Jahrhundert aufarbeiten. Erwartet werden regelmäßige Teilname am Seminar, Übernahme von Kurzpräsentationen und eine schriftliche Ausarbeitung.
Exkursionen zu den Bauaustellungen in Stuttgart und Darmstadt sind geplant.

donnerstags, 14 - 17 Uhr
1. Termin: 18.10.18
K1, 5.17
Prüfungsnummer: 49271/ 49291

Lehrperson: 

Klaus Jan Philipp

  

genau betrachtet

Im Seminar sollen vorrangig Gebäude des 20. Jahrhunderts analysiert, ein sicherer Umgang mit der Fachsprache sowie die Methodik der Baubeschreibung eingeübt werden.
Die im Seminar behandelten Gebäude werden wir kritisch vergleichen und ihre Entstehungsumstände befragen - welche ältere oder zeitgenössische Einflüsse erkennbar sind, oder ob die Architekten sich bewusst von Vorbildern abgrenzen wollten.
Wir werden im Seminarraum theoretisch arbeiten und uns in Stuttgart auf die Suche nach interessanten Gebäuden begeben.
Die Teilnehmer werden Übungsaufgaben erarbeiten, die sie im Seminar oder auf den kleinen Exkursionen vorstellen. Die Termine werden im Seminar bekannt gegeben.
Gefordert ist die aktive Teilnahme am Seminar und den Exkursionen sowie die schriftliche Ausarbeitung eines selbstgewählten Themas.

 
montags, 14 - 17 Uhr
1. Termin: 22.10.18
K1, 5.17
Prüfungsnummer: 49271 / 49291 / 47951 / 47971 / 47981


Lehrperson

Dietlinde Schmitt-vollmer

    

Reisen bildet – mit Architekten unterwegs

Dass Reisen bildet, scheint eine wenig umstrittene, ja geradezu banale Aussage zu sein. Wie selbstverständlich gehören Studienexkursionen oder Auslands-aufenthalte auch zur Ausbildung des Architekten dazu. Über Jahrhunderte hinweg haben Architekten/Baumeister wesentliche Impulse für ihr Schaffen auf ihren Reisen erhalten, in ihren Projekten Reiseeindrücke und -bilder verarbeitet, mitunter sogar regelrechte Schlüsselmomente erfahren. Aus dem Blickwinkel der Architekturgeschichte lohnt sich daher ein genauerer Blick auf diese Reisen und die Reisenden, ihre Reiseziele und die Folgen. Im Seminar soll der Aspekt der Reise besonders mit dem eigenen Studienstandort verknüpft werden: Wohin verschlug es Stuttgarter Architekten oder Studierende in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten? Welche Anregungen brachten sie von ihren Studienexkursionen zurück? Wie schlugen sich die Reiseimpressionen in ihrem Werk nieder? All diesen Fragen soll im Seminar nachgegangen werden. Bestandteile des Seminars sind eine Reihe von Tages- und Halbtagesexkursionen. Wir begeben uns auf Spurensuche nach Orten und Bauten, an denen solche einstigen Reiseerlebnisse und Schlüsselmomente des Entwerfens heute noch sichtbar sind.

 
Blockseminar
1. Termin: 18.10.18, 14 Uhr
Raum: K1, 7.17
Prüfungsnummer: 49271 / 47971 / 47981

Lehrperson

Simon Paulus

    

Stadt im Umbruch

Als im Jahr 1915 der schottische Biologe und Soziologe Patrick Geddes sein Buch „Cities in Evolution“ veröffentlichte, in der er historische Stadtentwicklungen analysierte und neue Planungsvorschläge unterbreitete, war er bereits ein international anerkannter Planer, der in Europa, in Indien und Palästina großen Einfluss nehmen sollte. Ein Kapitel „Town-Planning-Tour in Germany“ widmet er auch den Situationen in deutschen Städten.
Im Seminar beschäftigen wir uns anhand ausgewählter Beispiele mit der Stadt im 19. und frühen 20. Jahrhundert und Herausforderungen in der Planung aufgrund gewaltiger sozialer und struktureller Umwälzungen, durch Industrialisierung, Entfestigung und Stadterweiterungen.
Wir werden aus historischer Sicht radikale und behutsame Planungen der Städte, wie Ringstraßen, Platzanlagen und Gartenstädte, aber auch neue Bautypologien besprechen und einige sehr unterschiedliche theoretische Ansätze (Patrick Geddes, Joseph Stübben und Camillo Sitte) einander gegenüberstellen.
Gefordert ist die aktive Teilnahme am Seminar, die Übernahme von Referaten sowie die schriftliche Ausarbeitung eines selbstgewählten Themas. 

 
dienstags, 14 - 17 Uhr
1. Termin: 16.10.18
K1, 5.17
Prüfungsnummer: 49271 / 49291 / 47951 / 47971 / 47981

Lehrperson

Dietlinde Schmitt-Vollmer

  

Mauer, Wand, Fassade 

Mit diesen drei Begriffen wissen wir alle etwas anzufangen und sie scheinen keiner weiteren Beschäftigung wert. Fragen wir jedoch genauer nach, was ist eine Mauer im Unterschied zu einer Wand oder zu einer Fassade ist, dann wird es meist still. Warum sprechen wir z.B. von Sichtbetonwänden und von Backsteinmauern? Wann wird die Mauer oder die Wand zur Fassade? Was meint eigentlich Fassade?
Das Projekt will der Geschichte und Bedeutung der drei Begriffe Mauer, Wand und Fassade in aller Tiefe nachgehen, nach der Etymologie der Begriffe und präzisen Definitionen suchen. Dazu werden Bauten und Texte aus der Geschichte der Architektur von der Antike bis heute herangezogen und analysiert.
Neben dieser text- und bildbasierten Arbeit im Projekt, wollen wir gemeinsam überlegen, wie sich die Ergebnisse des Projekts öffentlich darstellen lassen (Webseite, Ausstellung, Modelle).
Da es im Projekt um sprachliche Präzisierungen geht, sind sehr gute Deutschkenntnisse unbedingt notwendig.

 
dienstags, 9:45 - 13 Uhr
1. Termin: 16.10.18
K1, 5.17
Prüfungsnummer: 47931 /  47971 / 47981

Lehrperson

Klaus Jan Philipp

Kontakt

 

Pauline Desjardins (Sekretariat)