Institut für Architekturgeschichte (ifag)

Wir verstehen Architekturgeschichte als Grundlage für den architektonischen Entwurf.

 

Im Vordergrund der Lehre und Forschung des Instituts steht Architektur als materielle Kultur in historischer Dimension. Dabei gilt das Augenmerk nicht nur dem Gebauten selbst, sondern auch allen medialen Vermittlungsinstrumenten von Architektur, also der Architekturzeichnung, der Fotografie, dem Modell und den neuen Medien. Vermittelt werden historische Grundkenntnisse der Bau- und Stadtbaugeschichte von der Antike bis zur Postmoderne. Bauwerke und Städte werden dabei als Artefakte verstanden, die sowohl ein ästhetisches Eigenleben haben als auch durch verschiedenste Einflüsse geprägt sind. Die gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, soziokulturellen, materiellen und technischen Bedingungen, denen Architektur und Städtebau unterliegen, werden als Größen verstanden, die sich in Architektur und Städtebau sowohl widerspiegeln als auch wieder auf die gebaute Umwelt rückwirken. Aufgabe des Faches ist es, diese Prozesse am historischen Beispiel vor Augen zu führen.

„Bucharchitekturen. Ein virtueller Blick in die historischen Bestände des Instituts für Architekturgeschichte“

Seit mehr als fünf Jahrhunderten spielt das gedruckte Buch eine zentrale Rolle in der Welt der Architektur. Bauten und Entwürfe, Diskurse und Forschungen – sie alle spiegeln sich in diesem facettenreichen Medium. Besonders in der Ausbildung künftiger Architektinnen und Architekten kommt dem Architekturbuch bis heute, bis ins Zeitalter der Digitalisierung hinein, eine entscheidende Bedeutung zu. Auch an der Universität Stuttgart und ihren Vorgängerinstitutionen wurden und werden seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert diese gedruckten Schatzkammern architektonischen Wissens gesammelt, bewahrt und genutzt.

Das Institut für Architekturgeschichte (ifag) verwahrt in seinen Sammlungen einen kleinen, aber bedeutenden Bestand historischer Publikationen zu verschiedenen Bereichen der Architektur. Von den Architekturtraktaten der Renaissance bis zu den Manifesten der klassischen Moderne, von berühmten Glanzlichtern bis zu wenig bekannten Kuriositäten schlägt die Sammlung inhaltlich und chronologisch weite Bögen. Ihre Bände erzählen von der Universität Stuttgart und ihrer Architekturlehre ebenso wie vom Architekturbuch als Genre und seinen wechselnden Schicksalen durch die Jahrhunderte.

Erstmals stellt das Institut diesen Schatz nun der Öffentlichkeit vor. Ausgehend von einem Seminar, welches im Wintersemester 2020/21 unter Leitung von Else Schlegel am ifag stattfand, entstand mit Beteiligung der Studierenden und in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek (UB) die Onlineausstellung „Bucharchitekturen. Ein Blick in die historischen Bestände des Instituts für Architekturgeschichte“. An der Schnittstelle von Sammlungsarbeit, Forschung und Lehre wirft die Ausstellung, die auf den Webseiten der UB präsentiert wird, Schlaglichter auf thematische Schwerpunkte des Institutsbestands und stellt ausgewählte Bände in kurzen Texten vor. Fotos, Digitalisate und Links laden dazu ein, die einzelnen Bücher am Bildschirm zu entdecken und die digitalen Sammlungen der UB nach weiteren interessanten Objekten zu durchstöbern. Informationen zu Provenienzen und Sammlungsgeschichte beleuchten den Kontext des Bestands und seine Bedeutung als Teil der facettenreichen historischen Sammlungen der Universität Stuttgart.

Link zur Ausstellung:

https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/bucharchitekturen/

Kontakt:
Else Schlegel
Institut für Architekturgeschichte
else.schlegel@ifag.uni-stuttgart.de

 

Prof. Klaus Jan Philipp „Architektur – gezeichnet. Vom Mittelalter bis heute“
beim Birkhäuser Verlag https://www.degruyter.com/view/title/320044; mehr zum Inhalt aus der Feder von David Kasparek: http://derarchitektbda.de/welch-ein-aufriss/

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Die Bearbeitung des Nachlasses von Jürgen Joedicke, der 2018 vom Universitätsarchiv übernommen wurde, ist nahezu abgeschlossen. Wir freuen uns, Sie auf die von Dr. Christian Vöhringer und Carolin Eiden bearbeitete Veröffentlichung hinweisen zu dürfen, die unlängst erschienen ist. Sie können sie direkt bei der Wüstenrot Stiftung kostenfrei bestellen: https://wuestenrot-stiftung.de/publikationen/juergen-joedicke-1925-bis-2015-notes-from-the-archive/

Archivmaterial von Jürgen Joedicke, wie etwa Fotografien seiner Reise nach Mexiko im Jahr 1968 finden Sie digital unter: https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/image/1598620586854_16/7/#topDocAnchor

Kontakt

 

Erika Ortiz de Harle

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