Master

Während des Masterstudiums haben die Studierenden die Möglichkeit sowohl Seminare zu besuchen, als auch eine umfangreichere Projektarbeit (15 LP) durchzuführen und oder ihre Masterarbeit am Institut anzufertigen.

Die Lehre im Masterstudium setzt eine höhere Eigenständigkeit in der Bearbeitung und Durchdringungstiefe der gestellten Aufgaben voraus.

Sommersemester 2021 Online

Im Jahr 2022 wäre der Stuttgarter Architekt Hans Kammerer 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass soll an sein breites gebautes Werk in Stuttgart und Deutschland erinnert werden. Kammerer hat insbesondere in den 1970er Jahren mit seinen Bauten wie der Commerzbank-Erweiterung an der Stiftskirche und der Calwer Passage Architekturgeschichte geschrieben. Andere Bauten wie das Geno-Hochhaus oder das Interconti-Hotel prägen die Stadt an zentralen Stellen. Kammerer war mit seinem Büro (Kammerer, Kucher, Belz und Partner) auch überregional und international erfolgreich und realisierte mehrere größere Wohnsiedlungen, oder auch die deutsche Botschaft in Peking. Von 1965 bis 1987 war er als Professor an verschiedenen Instituten der Fakultät in der Lehre tätig. Im Seminar soll die Architektur Hans Kammerers einer kritischen Prüfung unterzogen und in den Kontext der allgemeinen Entwicklung der 1950er bis 1990er Jahre gestellt werden.

Im zugehörigen Projekt soll eine Ausstellung zu Hans Kammerer bis zur Realisierungsreife konzipiert werden. Die Art der Ausstellung und die Wahl der Medien soll gemeinsam erarbeitet werden. Die Bestände im saai | Archiv für Architektur und Ingenieurbau am KIT in Karlsruhe werden einbezogen. Die Hans- und Maiti-Kammerer Stiftung stellt Mittel zur Realisierung der Ausstellung bereit.

Prof. K.J. Philipp
Donnerstags 14:00 - 17:00 Uhr
Prüfungsnummer: 47951 / 47971 / 47981

1.Termin: 22.04.21

Im Jahr 2022 wäre der Stuttgarter Architekt Hans Kammerer 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass soll an sein breites gebautes Werk in Stuttgart und Deutschland erinnert werden. Kammerer hat insbesondere in den 1970er Jahren mit seinen Bauten wie der Commerzbank-Erweiterung an der Stiftskirche und der Calwer Passage Architekturgeschichte geschrieben. Andere Bauten wie das Geno-Hochhaus oder das Interconti-Hotel prägen die Stadt an zentralen Stellen. Kammerer war mit seinem Büro (Kammerer, Kucher, Belz und Partner) auch überregional und international erfolgreich und realisierte mehrere größere Wohnsiedlungen, oder auch die deutsche Botschaft in Peking. Von 1965 bis 1987 war er als Professor an verschiedenen Instituten der Fakultät in der Lehre tätig. Im Seminar soll die Architektur Hans Kammerers einer kritischen Prüfung unterzogen und in den Kontext der allgemeinen Entwicklung der 1950er bis 1990er Jahre gestellt werden.

Im zugehörigen Projekt soll eine Ausstellung zu Hans Kammerer bis zur Realisierungsreife konzipiert werden. Die Art der Ausstellung und die Wahl der Medien soll gemeinsam erarbeitet werden. Die Bestände im saai | Archiv für Architektur und Ingenieurbau am KIT in Karlsruhe werden einbezogen. Die Hans- und Maiti-Kammerer Stiftung stellt Mittel zur Realisierung der Ausstellung bereit.

Prof. K.J. Philipp
Donnerstags 14:00 - 17:00 Uhr
Prüfungsnummer: 47951 / 47971 / 47981

1.Termin:  22.04.21

Was ist warum ein Denkmal? Und warum gehen wir wie damit um? Wieso ist Denkmalpflege eine staatliche Aufgabe? Was sind ihre Ziele, was können wir von ihr erwarten? Was hat das mit uns zu tun? Welchen Beitrag kann Denkmalpflege in einer sich verändernden Welt liefern? Was hat sie mit Baukultur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu tun? ­Und wie funktioniert das eigentlich: Denkmale pflegen? Wie bereiten wir als Architekt*innen eine Maßnahme vor, welche Besonderheiten sind zu berücksichtigen?

Diesen und weiteren Fragen nähern wir uns im Seminar von verschiedenen Seiten. Es geht um die Entwicklung des Denkmalbegriffs, um wichtige Manifeste der Denkmalpflege, aber auch um rechtliche und organisatorische Themen. Das Erkennen eines Gebäudes in seiner Konstruktion, Funktion und Bedeutung ist der ideale Ausgangspunkt für Architekt*innen, um es zu reparieren oder umzubauen. Wie erforsche ich ein Denkmal? Welche Methoden gibt es dafür? Welche besonderen Genehmigungen sind zu beachten, welche Fördermittel gibt es? Wie kann der konkrete Umgang mit einem Baudenkmal aussehen? Viele Fragen rund um die Denkmalpflege werden gemeinsam erarbeitet und besprochen.

Ulrike Plate, Stefan King, Stefan Uhl
Montags 15:45 - 18:45 Uhr
Prüfungsnummer: 47951, 47971, 47981

1.Termin: 19.04.21

Desinfektion, Abstandhaltung, Veränderungen der Infrastruktur, Lenkung von Menschenströmen in den Innenstädten, Rückzug ins Private und auch Ländliche prägen die heutigen gesellschaftlichen Diskussionen im Zusammenhang mit der Pandemie. Aber auch früher standen Städte und Länder vor großen Herausforderungen, was die Gesundheit der Bevölkerung anbelangte.

Im Seminar soll es um gesellschaftliche Maßnahmen, bauliche Anlagen und Ensembles gehen, welche der Gesundheitsfürsorge und Vermeidung von Ansteckungen dienen sollten. Sie spiegeln die jeweils zeitgenössischen Auffassungen von Gesundheit und Hygiene wider: Sanatorien der Antike, Hospitale und Einrichtungen für Aussätzige im Mittelalter und der frühen Neuzeit bildeten den Auftakt.

Die Lehre von den gefährlichen Miasmen, also üblen Gerüchen, als Grund für Seuchen wurde erst im 19. Jahrhundert allmählich durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Medizin und Mikrobiologie zurückgedrängt und im 20. Jahrhundert in großen Hygieneausstellungen die Zusammenhänge von Volksgesundheit und Architektur der breiten Bevölkerung nähergebracht. Quarantänestationen für Einwanderer, Höhenkliniken zur Isolation von Tuberkulosekranken, spezielle Säuglingskrankenhäuser und andere neue Bauaufgaben forderten Architekten heraus. Städtebaulich äußerten sich diese Bemühungen u.a.  in der Anlage von Kanalisation von Großstädten, sowie dem Massenwohnungsbau unter der Prämisse „Licht, Luft und Sonne“.

Das Seminar ist grundsätzlich chronologisch aufgebaut und befasst sich exemplarisch mit ausgewählten Aspekten dieser Thematik.  Es wird auch Raum zur Diskussion von aktuellen Projekten gegeben.

Schmitt-Vollmer
Dienstags 14:00 - 17:00 Uhr
Prüfungsnummer: 47951 / 47971 / 47981

1.Termin: 20.04.21

Mit der Betrachtung von Künstlerhäusern schlagen wir im Seminar ein besonders schönes Kapitel der Architekturgeschichte auf. Die Auseinandersetzung mit Häusern, welche Architekten und Künstler für sich selbst oder ihnen sehr nahestehende Menschen entworfen haben, ist aus historischer Sicht besonders spannend. Sie zeigen ungefiltert die ästhetischen und formalen Ansprüche ihrer Erbauer, die häufig mit den in der Gesellschaft geläufigen Konzepten kontrastierten. Ein besonderer Aspekt dieser Gebäude ist das Ziel einer Nutzung zu eigenen Repräsentations- und Arbeitszwecken, sie beinhalten daher gelegentlich auch ein Atelier. Interessanterweise waren es gerade die architektonischen Autodidakten unter den Künstlern, die besonders reiche räumliche Erlebnisse und raffinierteste Detaillierungen in ihren Häuser umsetzen konnten.

Oftmals ist es gerade das Erstlingswerk, das „eigene“ Haus, welches als gestalterisches Erprobungsfeld genutzt wird und von vorneherein als Gesamtkunstwerk angelegt ist, das dem Bewohner vielleicht auch manche Einschränkung abverlangt. Denn: Funktionieren diese Häuser auch immer wirklich gut? Im Seminar werden Erstlingshäuser von Architekten auch deren „ausgereiften“ weltberühmten Gebäuden gegenübergestellt. 

Neben ausgewählten Beispielen haben die Studierenden auch die Gelegenheit eigene Vorschläge im Kontext vorzuschlagen, die bearbeitet und diskutiert werden.

Schmitt-Vollmer
Donnerstags: 9:45 - 13:00 Uhr
Prüfungsnummer: 47951 / 47971 / 47981

1.Termin: 22.04.21

Von 1920 bis 1930 entstanden in Stuttgart das Stadtbild bis heute prägende Gebäude. Einige dieser Bauten wurden von Architekten entworfen, die an der damaligen Technischen Hochschule Stuttgart studierten/studiert hatten oder lehrten. Bekannt ist die dem Traditionalismus nahestehende konservative Stuttgarter Schule, zu deren berühmtesten Vertretern die Hochschulprofessoren Paul Bonatz und Paul Schmitthenner zu zählen sind.

Neben dieser klassischen Architekturausrichtung gab es in Stuttgart aber auch moderne Strömungen, vertreten unter anderem durch Richard Döcker und Franz Krause, sowie internationale Einflüsse, die die schwäbische Metropole zu einem spannenden Konglomerat gegensätzlicher Architekturauffassungen werden ließen.

Katharina Stolz
Dienstags 9:45 - 13:00 Uhr
Prüfungsnummer: 47951 / 47971 / 47981

1.Termin: 20.04.21

 

In der Genese der Städte und ihrer planerischen Weiterentwicklung sind Phänomene oder Aspekte der Integration und Segregation von unterschiedlichen sozialen Bevölkerungsgruppen und religiösen oder kulturellen Minderheiten immer wieder aktuelle Diskussionspunkte. Mitunter ist es hilfreich, dieses Thema aus einer historischen Perspektive zu beleuchten und vergleichend auf gegenwärtige Situationen zu beziehen. Im Seminar steht daher die Einbindung jüdischer Wohnquartiere und ritueller Einrichtungen in die Struktur und Topographie der mittelalterlichen Stadt im Fokus. Am Beispiel verschiedener historischer Städte in Schwaben und ihrer jeweiligen topographischen und geschichtlichen Voraussetzungen sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersucht werden, die jüdische Ansiedlungen in diesen Städten jeweils bedingten.

Vorrangig soll es um bauliche Einrichtungen, Synagogen und Wohnbauten, aber auch strukturell-topographische Merkmale der Siedlung gehen, die sich in verschiedener Ausprägung im Stadtgefüge des Mittelalters herausbildeten. Ziel ist es auch, anhand (karto)grafischer Darstellungsmittel eine einheitliche analytische Methode zu entwickeln, über die sich die Entwicklungsprozesse jüdischer Quartiere in den jeweiligen Städten vergleichbar gegenüber stellen lassen.

PD Dr.-Ing. Simon Paulus
Freitags 9:00 - 13:00 Uhr
Prüfungsnummer: 47951 / 47971 / 47981

Einführungstermin: Donnerstag 22.04.2021
1.Termin: 30.04.21

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