Master

Während des Masterstudiums haben die Studierenden die Möglichkeit sowohl Seminare zu besuchen, als auch eine umfangreichere Projektarbeit (15 LP) durchzuführen und oder ihre Masterarbeit am Institut anzufertigen.

Die Lehre im Masterstudium setzt eine höhere Eigenständigkeit in der Bearbeitung und Durchdringungstiefe der gestellten Aufgaben voraus.

Sommersemester 2022

Prof. K. J. Philipp
Dienstags 9:45 - 13:00 Uhr
1.Termin: 12.04.22    Raum  1.08

Die Baustelle ist ein Ort, auf dem ein Bauwerk nach Plänen errichtet wird, die von Architekt:innen entworfen wurden. Auf der Baustelle entscheidet sich die Realisierung des Bauwerks.

Welche Materialien, welche Maschinen und Techniken standen und stehen zur Verfügung, um das Erdachte zu materialisieren? Daraus ergibt sich die weitere Frage, in welchem Maße die zur Verfügung stehenden Techniken die Gestalt des Bauwerks mitbestimmen. Nicht alles war zu jeder Zeit machbar, technische Innovationen auf der Baustelle (z.B. Turmkran, Betonpumpe) ermöglichten gestalterische Innovationen.

Im Seminar soll die Geschichte der Baustelle von der Antike bis heute an vielen Beispielen in Kurzreferaten dargestellt werden. Beiläufig wird dabei auch die Geschichte der Architektur reflektiert, da bestimmte Stile an bestimmte Bautechniken gebunden sind, die auf den Baustellen eingesetzt wurden.

Geplant sind Besichtigungen aktueller Baustellen (z.B. Stuttgart 21) und ein Blick in die Baustelle der Zukunft am Beispiel der Forschungen im Exzellenzcluster IntCDC (Integrative Computational Design and Construction for Architecture).

Die Prüfungsleistung des Seminars umfasst regelmäßige Teilnahme und die Übernahme eines Referates mit schriftlicher Ausarbeitung.

Ulrike Plate, Stefan King, Stefan Uhl
Montags 15:45 - 18:45 Uhr  Raum 9.08
1.Termin: 11.04.22

Was ist warum ein Denkmal? Und warum gehen wir wie damit um? Wieso ist Denkmalpflege eine staatliche Aufgabe? Was sind ihre Ziele, was können wir von ihr erwarten? Was hat das mit uns zu tun? Welchen Beitrag kann Denkmalpflege in einer sich verändernden Welt liefern? Was hat sie mit Baukultur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu tun? ­Und wie funktioniert das eigentlich: Denkmale pflegen? Wie bereiten wir als Architekt*innen eine Maßnahme vor, welche Besonderheiten sind zu berücksichtigen?

Diesen und weiteren Fragen nähern wir uns im Seminar von verschiedenen Seiten. Es geht um die Entwicklung des Denkmalbegriffs, um wichtige Manifeste der Denkmalpflege, aber auch um rechtliche und organisatorische Themen. Das Erkennen eines Gebäudes in seiner Konstruktion, Funktion und Bedeutung ist der ideale Ausgangspunkt für Architekt*innen, um es zu reparieren oder umzubauen. Wie erforsche ich ein Denkmal? Welche Methoden gibt es dafür? Welche besonderen Genehmigungen sind zu beachten, welche Fördermittel gibt es? Wie kann der konkrete Umgang mit einem Baudenkmal aussehen? Viele Fragen rund um die Denkmalpflege werden gemeinsam erarbeitet und besprochen.

 

Prof. K.J. Philipp / Katharina Stolz
Montags 9:45 - 15:00 Uhr   
1.Termin: 12.04.22  11:15 Uhr Raum 3.02

Das Seminar ist Teil einer Kooperation mit dem Institut für öffentliche Bauten und der Konzerthaus Initiative Stuttgart. In drei Blockveranstaltungen werden architekturhistorische und -theoretische Grundlagen gelegt, die als Basis für den Entwurf eines neuen Konzerthauses für die Stadt Stuttgart dienen.

Neben Analysen unterschiedlicher Konzerthäuser wird der Vorstand der Konzerthaus Initiative das Programm des zu planenden Konzerthauses vorstellen und das Institut für Akustik und Bauphysik wird die Grundlagen der Akustik erläutern. Zudem sind Besuche von Musikern zum Beantworten planerischer Fragen und der Besuch einer Probe der Stuttgarter Philharmoniker geplant (Corona-kompatibel).

Die Prüfungsleistung des Seminars umfasst eine regelmäßige Teilnahme, die Übernahme eines Referates mit schriftlicher Ausarbeitung in Form einer grafisch aufbereiteten architekturtheoretischen Analyse.

 

Dietlinde Schmitt-Vollmer
Montags 15:45 - 18:45 Uhr
1.Termin: 14.04.22   Raum 6.05

„Connecting minds - connecting future“ ist das Motto diesjährigen Weltausstellung in Dubai. Deutschland stellt hier im Bereich „sustainibility“ aus, mit „Informationen und Emotionen für eine nachhaltigere Zukunft made in Germany“, wie es heißt.
Seit der ersten Expo in London 1951 zielen Weltausstellungen darauf ab, einem internationalen Publikum die richtungsweisenden Innovationen sowie den wirtschaftlichen und kulturellen Status der einzelnen Nationen zu demonstrieren. Diese Inhalte wurden immer in besonderen, eigenen Ausstellungsbauten gezeigt.

Im Seminar geht es vor allem um diese spektakulären Architekturen selbst, wie den Cristal Palace in London 1851, den Barcelona-Pavillon von Ludwig Mies van der Rohe 1929, der Philips-Pavillon von Le Corbusier in Brüssel 1958, Habitat von Moshe Safdie in Montreal 1967 oder den niederländischen Pavillon von MVRDV auf der Expo 2000 in Hannover.

Uns interessieren die Planungs-und Standortfragen von Expo-Gelände und Ausstellungsbauten und was die gewählte Architektursprache über die ausstellende Nation und Gesellschaft möglicherweise aussagt.

Die Prüfungsleistung des Seminars umfasst regelmäßige Teilnahme und die Übernahme eines Referates mit schriftlicher Ausarbeitung.

 

Dietlinde Schmitt-Vollmer
Dienstags  9:45 - 13:00 Uhr
1.Termin: 22.04.202  Raum 10.08

Im Seminar geht es um das Werk von Peter Behrens (1868-1940) und seinen breiten Einfluss auf Architekten, Planer und Gestalter.
Als Künstler kam Behrens 1901 mit seinem eigenen Wohnhaus auf der Mathildenhöhe in Darmstadt zur Architektur und erfuhr damit internationale Aufmerksamkeit. Er überwand bald die architekturhistorischen Debatten der Gründerzeit, indem er die Architekturwürdigkeit der einzelnen Bauaufgaben nicht mehr in Frage stellte.

Als Chefgestalter in der Industrie erfand er das Corporate Design für Produkte und Werbung. Mit seinem Berliner Architekturbüro errichtete er monumentale und zugleich funktionale Fabrik- und Verwaltungsgebäude, an denen auch seine Assistenten Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier mitarbeiteten. Auch mit Arbeitersiedlungen und in der Stadtplanung setzte er sich durch.

Sein eigener Zugang zum Neuen Bauen, den seine jungen Mitarbeiter später in führender Rolle voranbrachten, manifestiert sich u.a. auf der Werkbundsiedlung 1927 auf dem Weißenhof in Stuttgart.

Prüfungsleistung: Regelmäßige Teilnahme, Impulsreferate und schriftliche Ausarbeitung.

Einzelheiten zu den möglichen Exkursionen werden in der ersten Sitzung am 22. April gemeinsam besprochen.
Wichtig: Die erste Sitzung findet in Präsenz am 22. April statt, n i c h t am 15. April (Karfreitag), wie im Video irrtümlich angegeben.

 

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