Die zweisemestrige Pflichtvorlesung vermittelt den Studierenden in den ersten beiden Semestern die Grundkenntnisse der Architekturgeschichte.

Das Wintersemester umfasst eine Vorlesungen zum baukulturellen Erbe des 19. und 20. Jahrhunderts um den Studierenden ein Verständnis für ihre eigene gebaute Umwelt zu vermitteln.

Im Sommersemester werden die Grundlagen der Architekturgeschichte von den Anfängen bis 1800 gelehrt.

Ab dem 5. Semester können die Studierenden an Seminaren des Instituts teilnehmen und ihre Kenntnisse zu Gebäudetypen, historischen Konstruktionen und  denkmalpflegerischen Aspekten wissenschaftlich zu vertiefen.

 

Wintersemester 26/27

Lehrperson(en): Prof. Christiane Weber

Die Vorlesung die sich über 2 Semester streckt, bietet eine Einführung in die europäische Architekturgeschichte.

Lehrperson(en): Prof. Christiane Weber, Maria Saum, René Heusler

Die Bauwende führt zu einer einfachen Erkenntnis: Das nachhaltigste Gebäude ist das, das bereits steht – und weitergebaut wird.

Für Architekt*innen ergeben sich daraus zentrale Fragen: Wie lässt sich beurteilen, welches Potenzial ein Bestandsbauwerk noch besitzt? Welche Grundlagen und Informationen sind dafür nötig – und wo sind sie zu finden? Wie gelangt man an verlässliches Planmaterial? 

Im Seminar erproben wir zeitgemäße Methoden der Bestandserfassung, unter anderem 3D-Laserscanning, und wenden sie an einem Bestandsbauwerk an. Workshops vor Ort sowie Gastvorträge vermitteln Einblicke in aktuelle Verfahren der Befundung und Dokumentation in der Denkmalpflege. Ziel ist die Vermittlung eines fundierten Überblicks über die Methoden (wie beispielsweise die Erarbeitung eines Gestaltungshandbuchs), die auf den Umgang und die Weiterentwicklung des Baubestands übertragen werden können.

Das Seminar findet in Kooperation mit dem Institut für Ingenieurgeodäsie und dem Institut für Kunst- und Baugeschichte des KIT (Dr. Anette Busse) statt. Bewerber*innen, die am Entwurf Romeo & Julia teilnehmen, haben sicher einen Seminarplatz.

Lehrperson(en): Prof. Christiane Weber, Iris Pfeiffer, Henning Meyer

Im Seminar „TIMETRAVEL – Pavillon für die IBA'27“ soll gemeinsam von den Instituten IBBTE, IEK und IFAG ein temporärer Ausstellungspavillon für die Internationale Bauausstellung 2027 im Stuttgarter Stadtpark bis zur Umsetzungsreife entwickelt werden. Die Studierenden arbeiten dabei von Beginn an interdisziplinär über die Institutsgrenzen hinweg zusammen. Ausgangspunkt bildet die Geschichte der Internationalen Bauausstellung in Stuttgart: Bereits 1927 setzte die Werkbundausstellung neue Maßstäbe für das Bauen ihrer Zeit. Einhundert Jahre später soll diese Fragestellung erneut aufgegriffen und um eine zukünftige Perspektive erweitert werden.

Im Mittelpunkt des Seminars steht die bautechnikhistorische Auseinandersetzung mit den Materialien und Bautechniken der Jahre 1927, 2027 und einer möglichen Zukunft im Jahr 2127. Der Pavillon soll diese drei Zeitebenen räumlich miteinander verknüpfen und als begehbare Zeitreise unterschiedliche Materialien, Konstruktionen und Technologien unmittelbar erfahrbar machen.

Das Seminar erarbeitet die Inhalte für eine Ausstellung im Rahmen der IBA 2027 und entwickelt in Kooperation mit Hennig Meyer (Space4) eine Ausstellungsgestaltung.

Ziel des Seminars ist es, im SoSe 2027 die Ausstellung für den Pavillon gemeinsam mit den beteiligten Instituten und Industriepartnern zu realisieren. Studierende des Wintersemesters erhalten bei Interesse die Möglichkeit, ihre Arbeit im anschließenden Umsetzungsseminar fortzuführen.

Lehrperson(en):  Roman Hillmann

Ornament und akademische Gliederung werden an aktueller Architektur nicht benötigt. Wie aber kann der Rückblick auf deren Gestaltungsmittel die Wahrnehmung von Architektur schärfen? Wie kann Geschichtlichkeit die Andersartigkeit, die Toleranz gegenüber Diversität im Gebauten unterstützen? Kann die Betrachtung alter Architektur die Wertschätzung auch gesellschaftlicher Vielfalt – etwa der Genderdiversität oder der Neurodiversität – stärken? Das Dekorative kann in der Betrachtung schließlich Spaß machen! Das Seminar nutzt das Erlernen, Thematisieren und Problematisieren von Begriffen für historistische Architektur, um das Sehen von Ungewohntem zu eröffnen: Können wir in einer Zeit mit ernsten Fragen den Überschwang des Historismus fruchtbar machen? Wir eröffnen die Vielfalt des Historismus in Stuttgart und auf einer Exkursion nach Magdeburg (?) und Hamburg (!).

Lehrperson(en): Simon Paulus

Architekturzeichnungen sind etwas Besonderes: Auf der einen Seite bilden sie Projekte, Ideen oder konkrete Planungen ab, sind (auch heute noch) unentbehrlicher Teil der Vermittlung zwischen Architekt, Bauherrn und Handwerker und besitzen damit eine hohen dokumentarischen Informationswert. Auf der anderen Seite können sie selbst zum Kunstgegenstand werden und zeugen oftmals vom künstlerischen und handwerklichen Können ihrer Schöpfer. Über die Visualisierung in der Zeichnung werden so neue Konzepte und Methoden, neue Standards und teils revolutionäre neue Ansätze des Bauens auch darstellungstechnisch repräsentiert.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass solche Zeichnungen und Unterlagen auch zum gezielten Sammlungsgegenstand von Sammlern – unter ihnen auch Architekten – avancierten. Im Seminar soll dem Medium der Zeichnung als Sammel- und Lehrgegenstand in der Geschichte der Architekturausbildung nachgegangen werden. Im Fokus werden dabei historische Sammlungen in Stuttgart, Göttingen und Hannover stehen. Gemeinsam mit Studierenden der Kunstgeschichte der Universität Göttingen möchten wir die unterschiedlichen Herangehensweisen und Methoden gegenseitig kennen lernen, mit denen unsere Fachdisziplinen jeweils aus ihrer Sicht die Zeichnung betrachten und analysieren.

Im Rahmen des Seminars soll in einem zweitägigen Block in Hannover anhand originaler Bestände des 16.-19. Jahrhunderts der konservatorische Umgang mit dem Medium der Zeichnung und ihre inhaltliche und formale Analyse veranschaulicht und in einer schriftlichen Ausarbeitung vertieft werden. Daher ist die Teilnehmerzahl auf 10 Personen beschränkt.

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